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Stimmen zum Werk von Gudrun Schillinger

 

 

„Sie ist eine Künstlerin, die sich treu bleibt.“

Maria Kreuzer, Galeristin, Amorbach

 

 

 Ausgangspunkt der Körper und Landschaften" Gudrun Schillingers ist der menschliche Körper in den verschiedenen Stufen der Abstraktion. Statisch. Bewegt. Prall. Sinnlich entrückt. Gudrun Schillinger umkreist in immer engeren Kreisen ihr Motiv und überschreitet intuitiv die Grenzen zwischen naturalistischer und gefühlsgesteuerter Darstellung. Das Ergebnis sind beseelte Körperlandschaften, keine perfekten Astralleiber.

Heilbronner Stimme, 2. Oktober 1997

 

 Ihre farbintensiven Acrylbilder sind geprägt von Emotionen, freilich mit locker geführter, gestischer Handschrift.

Darmstädter Echo, 27. Januar 1999

 

 Die Eindrücke der Natur und der Stimmung gibt Gudrun Schillinger in intensiver Farb- und Formensprache wieder. Figur und Hintergrund verschmelzen zu einer Einheit. Dabei regen die farbenfrohen Leinwände zu meditativem Innehalten an.

Mannheimer Morgen, 8. Februar 2000

 

 In ihren Körperbildern spielen Frauen eine wichtige Rolle. Oft werden die Frauenkörper nur umrisshaft mit dynamischen schwarzen Linien und Konturen angedeutet. die Figuren ... bleiben reduziert, geheimnisvoll vor dem farbigen abstrakten Hintergrund ... faszinierend vor allem in der Farbigkeit und expressiven Malweise wirken die Bilder, die nach Eindrücken von Reisen in exotische Länder entstanden sind.

Roswitha Frey in: Badische Zeitung, 21. Oktober 2003

 

 „Die Farbe sprüht mir geradezu entgegen", schilderte Landrat Dr. Jürgen Schütz seine Eindrücke der Ausstellung "Malerei und Zeichnung" von Gudrun Schillinger ... Schillingers Ausstellung markiert den Auftakt zum Kulturjahr des Kreisarchivs des Rhein-Neckar-Kreises. Und dieser gestaltet sich sowohl kraftvoll als auch einfühlsam, denn Energie und Sensibilität" sind die Schlagwörter, die der Kunsthistorikerin Regina M. Fischer beim Betrachten der Werke Schillingers in den Sinn kommen.

Rhein-Neckar-Zeitung, 10. März 2005

 

 Neben den mal mehr, mal weniger angedeuteten Gestalten sind es die Farben, welche das Dargestellte innerlich erfühlen und auf die Seele wirken lassen. So ist es vor allem die atmosphärische Dichte, welche den Betrachter in den Bann zieht: hier geht es nicht um einen bestimmten Menschen, eine bestimmte Frau ... sondern um das Menschliche an sich, das in seiner Verletzbarkeit und Zerbrechlichkeit anrührt.

Rheinpfalz, 20. November 2005

 

  Zu dem Schaffensprozess ... gehört neben der Verwendung von kräftigen opaken Farben auch hin und wieder das zerstörerische Element des Zerschneidens oder Zerreißens, dem fast wehmütig ein Wiederhinzufügen folgen kann. Durch die wiederholte Überarbeitung entstehen reliefartige Werke. Auch der Farbauftrag zeigt deutlich, mit wieviel Energie und Kraft die Künstlerin bei der Sache ist. Der Spurenleser erkennt anhand von Klecksen und Farbverläufen den Schwung, mit dem sie die Farbe nicht nur mittels der Hand, sondern des Armes, vielleicht sogar unter Einsatz des ganzen Körpers auf den Malgrund schleudert.

Dr. Claudia Gross, Kunsthistorikerin, Kaiserslautern (19. März 2006)

 

 Gudrun Schillinger hat ihre künstlerische Handschrift gefunden. Der Trend hin zum weniger Konkreten, zum stärker Fragmentarischen ist unverkennbar. Zahllose Ausstellungen seit 15 Jahren und eine Vielzahl öffentlicher Ankäufe in Baden-Württemberg beweisen, dass die Künstlerin längst weit über die Grenzen von Mosbach hinaus Anerkennung gefunden hat.

Dr. Heinz Linduschka in: Bote vom Untermain, 25. Mai 2006

 

 Gudrun Schillinger ist eine vitale Künstlerin und mutig obendrein. Sie setzt dem von Werbestrategen als Marketinginstrument missbrauchten oberflächlichen Frauenakt weibliche Körperwelten als Land- und Schatzkarten einer anderen, tiefgründigen Weiblichkeit entgegen ... Hinter ihren Akten steht ein Begriff von Schönheit und weiblicher Ästhetik, der die Kratz- und Schleifspuren des ganz realen Lebens nicht übertüncht, sondern zum Inhalt der Kunst macht. Dies beginnt bei den vielfältigen Techniken, die Gudrun Schillinger im Schaffensprozess einsetzt, und endet beim Motiv und der mit ihm verbundenen Botschaft.

Dr. Reinhard Valenta, Leiter des Kulturamts der Stadt Wehr (10. Oktober 2007)

 

 Der weibliche Akt ist ihr Lieblingsthema geblieben. Sie malt ihn skizzenhaft als Zeichnung, aber auch in vielfältiger Mischtechnik. Vor allem die großflächigen Skizzen zeigen einen sicheren Strich, den sie mehrfach und schwungvoll mit Kreide verstärkt und dadurch auch modelliert.

Rosemarie Tillessen in: Südkurier, 13. Oktober 2007

 

 ... Diese Vielschichtigkeit im Arbeitsprozess ist typisch für Gudrun Schillinger. Ihre Werke leben nicht nur vom Spannungsverhältnis zwischen Malerei und Zeichnung, sondern auch vom überaus vielschichtigen Aufbau der Bilder ... Die Bildoberfläche wird geschmirgelt, gekratzt und aufgeraut. So entsteht in einem langwierigen, kräftezehrenden Arbeitsprozess eine gleichsam gewachsene wie gealterte Bildstruktur.

Regine M. Fischer M.A., Kunsthistorikerin, Pforzheim (20. November 2008)

 

 "Sinnesfreuden" heißt die Werkschau von Gudrun Schillinger, die bei der Entstehung  ihrer Werke gerne unkonventionelle Methoden anwendet. Farbe trägt die Künstlerin nicht nur mit dem Pinsel auf. Sie schabt, kratzt, kippt, reißt und klebt. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen Struktur und Farbigkeit. Figurative Elemente finden sich  meist nur angedeutet in Gudrun Schillingers Bildern wieder.

Felix Gutschmidt in: Generalanzeiger Bonn, 8. Mai 2009

 

 Stets ist es der weibliche Körper, der zum Ausgangspunkt bildnerischer Umsetzung wird. Als Metapher steht er für das vegetative Sein, die nicht dem Bewusstsein unterliegenden Lebensvorgänge. Möglicherweise spiegelt sich darin ein wesentlicher Anteil künstlerischen Schöpfertums, das so einen Widerhall auf thematischer Ebene findet. Über diese Deutung erschließt sich auch das Auftreten pflanzlicher Motive in der Kombination von Frauenakten als bildlicher Ausdruck selbstvergessener Entfaltung. Ein spiritueller Aspekt, das Meditieren des reinen Seins, scheint hin und wieder in den Bildtiteln auf, wie in "Das Leuchten der Stille".

Dr. Maria Lucia Weigel, Kunsthistorikerin, Heidelberg (26. Mai 2010)

 

 Die Lebendigkeit des Entstehungsprozesses ist erkennbar: Farbschicht kommt über Farbschicht, sie werden wieder aufgerissen, zerkratzt und offenbaren ihre Vielschichtigkeit; Tücher, Stoffteile werden einbezogen, werden zu Collagen, Knitterfalten zeugen von einem zuweilen aggressiven Vorgehen.

Rhein-Neckar-Zeitung, 29. November 2010

 

 Ihre großen Mischtechniken in Acryl, Ölkreide, Tusche haben eine starke Materialität. Durch Collageelemente wie Stoffe, Sand und Papier, viele Schichten von Farben, rissigen Papierstrukturen, Knitterspuren und Spachteltechnik schafft Gudrun Schillinger eine enorme Dichte, flirrende Lebendigkeit und Tiefenwirkung in ihren Figurenbildern.

Roswitha Frey in: Badische Zeitung, 15. März 2011

 

 Die Bilder auf teils unregelmäßig strukturiertem Malgrund scheinen den Räumen eine fast spürbare Dichte zu verleihen. Kraftvolle Farben ziehen die Blicke auf sich, wie Körperlandschaften heben sich Frauenakte vom Hintergrund ab und wecken sinnliche Emotionen.

Christel Rössner in: Südkurier, 7. Februar 2012

 

 Sie strahlen Kraft und Sinnlichkeit aus, die Bilder und Zeichnungen der Mosbacher Künstlerin Gudrun Schillinger, nehmen mit ihrer Farbintensität und Leuchtkraft gefangen.

Gabriele Hering in: HegauKurier, 8. Februar 2012

 

 In ihrer ersten Ausstellung bei der Künstlergilde Buslat überzeugt die in Mosbach lebende Malerin Gudrun Schillinger mit höchst eigenwilliger Bildgestaltung. Die weibliche Figur  erscheint in ihren Werken auf Papier im Zentrum, wobei die Künstlerin die keineswegs nur auf Grundformen reduzierten Frauengestalten zumeist in einen paradiesisch anmutenden Kontext stellt.

Rudolf Wesner in: Pforzheimer Zeitung, 14. Juni 2013

 

 Kraftvoll-intensiv und doch zart-poetisch: Eine spannende, facettenreiche Ausstellung bot sich den Augen der Besucher, die bei der Vernissage am Freitagabend in der Villa Meixner anwesend waren. Sie stellt eine Künstlerin in den Mittelpunkt, deren Schaffen sich im Spannungsfeld zwischen Malerei, Zeichnung und Keramik entfaltet: Gudrun Schillinger aus Mosbach. Farbintensive Landschaften wechseln mit kräftig konturierten Aktzeichnungen und vielschichtigen Collagen ...

Nachdem der Kunsthistoriker (Dr. Dietmar Schuth) kurz auf die Geschichte der Aktzeichnung und ihre Bedeutung einging, schätzt er Schillingers Studien "als Ausdruck von Weiblichkeit, von Körperlich- und Sinnlichkeit" ein. Da fast alle Frauen kein Gesicht haben, liegt es nahe, dass es der Künstlerin "nicht um eine individuelle Figur geht, sondern um eine Ikone der Frau", erklärt Schuth, "sie sucht nach einer archaischen Bildsprache, die an prähistorische Frauendarstellungen erinnert, an Muttergöttinen der antiken Welt, die für das Fruchtbare stehen, für das Erdgebundene". Wichtig für die Künstlerin sei, dass die Bilder nicht plakativ etwas erzählen, sondern das Ungenaue, Geheimnisvolle artikulieren.

Maria Herlo in: Schwetzinger Zeitung, 30. Juni 2014